Vollständige Version anzeigen : Unumkehrbarer Klimawandel ab 2020
Matthias86 25.02.2007, 23:24 Hallo,
habe folgende erschreckende Meldung entdeckt:
UNO-Klimaforscher: Zeit zur Umkehr nur bis 2020
Die Menschheit hat neuen, in Medienberichten zitierten Ergebnissen zufolge nicht einmal mehr 15 Jahre Zeit, um eine unumkehrbare Klimakatastrophe durch die rasche Einführung effizienter Technologien zu verhindern. Dies geht aus dem noch unveröffentlichten dritten Teil des Weltklimaberichtes der Vereinten Nationen hervor, aus dem die "Spiegel Online" und "Financial Times Deutschland" am Mittwoch zitierten.
Wenn der Ausstoß von Treibhausgasen nicht spätestens bis zum Jahr 2020 substanziell abnähme, werde der letzten Entwurfsfassung des Berichtes zufolge die Erderwärmung unumkehrbare Prozesse wie das Abschmelzen der Eisschilde in Grönland und die Übersäuerung der Ozeane in Gang setzen. [...]
Mehr unter http://science.orf.at/science/news/147340
Sich ein Bild über dieses Thema zu machen ist schwierig. Das Bild, das von den Medien gezeigt wird, ist meiner Meinung nach ein "worst-case-Szenario". Wie die Media Katastorphenberichte lieben, muss man hier wohl nicht sagen.
Mehr dazu: http://www.zeit.de/2005/07/Klimawandel
Weiters ist der besagte Klimabericht politsch beinflusst. (finde leider den Artikel nicht wo ich es gelesen habe. Man glaube mir einfach) Da wir in der VWL- Vorlesung gelernt haben, dass Politiker auch nur Menschen sind, die eigennützig handeln, sollte man wohl politsch beinflusste Berichten ein bißchen nüchtern betrachen.
Weiters habe ich mit einem Freund der Meteorologie studiert gesprochen, der meinte, dass die Klimaveränderung, wenn nicht jetzt in 50 Jahren aufgetreten wäre.
Auch wenn ich aus dem bißcher gelesten eher kritisch gegenüber dem Klimabericht gegenüberstehe, begrüße ich es aber, dass jetzt vielmehr versucht wird, die Unwelt zu schonen. Wer geht nicht in einer Stadt spazieren, wo es gute Luft gibt, oder macht in einer Gegend Urlaub, wo es eine einigermaßen intakte Unwelt gibt.
Man sollte aber auch nur Maßnahmen setzen, die wirlich Sinn haben und nicht anderwo Schäden hervorrufen. Ich denke dabei an Biosprit. Wir haben reines Gewissen, aber in Indonesien wird der Urwald abgeholzt um Raps anzubauen.
Hallo,
auch ich bin überzeugt, dass in den Medien oftmals ein stark überzeichnetes Bild gebracht wird. Ich erinnere mich auch noch gut an die Vorlesung aus Wirtschaftsgeschichte von Prof. Nussbaumer (bei dieser Gelegenheit: Hoch die Tassen auf ihn!), in der er uns erzählt hat, dass in England im, ich glaube, 13. Jahrhundert Wein angebaut wurde aufgrund der klimatisch günstigen Bedingungen. Kälte- und Wärmephasen kommen zyklisch und sind in der Geschichte der Erde - oder um es vielleicht ein bisschen greifbarer zu machen - in der Menschheitsgeschichte nichts Neues.
Aber: Die derzeitige klimatische Veränderung innerhalb so kurzer Zeit ist sicherlich kein normaler Zyklus, wie er in der Vergangenheit oft vorgekommen ist. Vielmehr ist hier das Problem hausgemacht. Ich denke - ohne das jetzt mit wissenschaftlichem Beweismaterial untermauern zu können - dass die Auswirkungen des menschlichen Handelns genau zusammenfallen mit einer klimatisch natürlich bedingten Wärmephase und daher die Resultate so extrem ausfallen. Sagen wir mal so: Der Mensch hat einen natürlichen Effekt verstärkt und dadurch das eigentliche Problem verursacht. Wie gesagt, das alles ganz laienhaft.
Doch ob nun hausgemacht oder nicht, das Problem ist jedenfalls ein ernst zu nehmendes. Ob nun die klimatischen Veränderungen in 15 Jahren oder in 150 Jahren - ceteris paribus natürlich - nicht umkehrbar sind, ist im Grunde völlig gleichgültig. Fakt ist, dass man jetzt etwas dagegen unternehmen muss. Es gibt ein altes Sprichwort, aus Afrika, denke ich, das sinngemäß etwa so lautet: "Wir haben uns die Erde nur von unseren Kindern geborgt". Doch leider wird in den meisten Belangen - ob nun bei der Klimaproblematik, bei der Bekämpfung von Armut, Hunger und Krankheiten oder sonst wo - nur in den allerseltensten Fällen danach gehandelt. So lange man selbst die Konsequenzen nicht am eigenen Leib tragen muss, ist scheinbar alles scheißegal. Woran es grundsätzlich fehlt, ist verantwortungsbewusstes Denken. Es sollte gleichgültig sein, ab wann die Konsequenzen für fehlerhaftes Tun oder Unterlassen zu spüren sein werden - es muss jedenfalls sofort dagegengesteuert werden, sobald man auf den Fehler aufmerksam wird. Das sollte eigentlich eine Grundprämisse für jeden Menschen sein. Warten, bis ein Problem fast nicht mehr lösbar ist, um es sich dann vielleicht und gnadenhalber doch einmal anzusehen, geht auf die Dauer nicht gut, denn irgendwann wird man überrollt von den verschiedenen Problemen, die gleichzeitig auftauchen. Und ich habe das Gefühl, dass dieses "irgendwann" - im globalen Kontext gesehen - jetzt ist.
Viele Grüße
Thomas
csaf6065 07.03.2007, 02:01 Thomas, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.
Was hört man nicht von Politikern, die "alles" versuchen um unseren Kindern eine perspektivreiche Zukunft zu bieten, und schlussendlich doch nur an ihre eigene Beliebtheit denken und die somit verbunden Existenz auf dem politischen Banket.
Das ist sicher keine Pauschalisierung, es gibt (gott sei dank) auch viele Staatsdiener auf deren Wort noch wahre Münze gesetzt werden kann.
Dennoch müssen Politiker endlich mal die Augen öffnen und nicht mehr nur in ihren beschränkten mikroökomomischen Bahnen denken, sondern die wahren Gefahren für unsere Nachkömmlinge lösen, und dazu gehört in erster Linie die Existenzgrundlage alles Leben zu sichern - die Erde. Nur dieses Thema könnte wohlmöglich ein zu grosser politischer Brocken für so manchen sein, an dem die so wichtige Beliebtheit Schaden tragen könnte...
Grüsse
Felix
Unter diesem Link findet sich eine Studie des Frauenhofer-Institut zun den "Externe Kosten der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Vergleich zur Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern". Finde es gut da man auch die praktische Anwendung von Modellen aus der VWL sich mal ansehen kann.
http://www.buergerprojekte.de/downloads/bmuexternekosteneekostenstromerzeugung.pdf
Matthias86 13.04.2007, 00:07 Nun ist auch der zweite Teil des UN-Klimaberichts veröffentlicht worden. Hier eine Übersicht über die erwarteten Folgen für die einzelnen Kontinente:
- AFRIKA
Afrika wird dem Bericht zufolge am meisten vom Klimawandel geschädigt. Bis 2020 werden zwischen 75 und 220 Millionen Menschen von wachsendem Wassermangel betroffen sei, zudem sollen die Ernten zurückgehen. Am Ende des 21. Jahrhundert wird der Anstieg des Meeresspiegels niedrig gelegene Küstenregionen mit hoher Bevölkerungsdichte gefährden, was Kosten in Höhe von fünf bis zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts nach sich zieht.
- ASIEN
Asien ist von heftigen Überflutungen wegen der Gletscherschmelze bedroht. Die Wasserversorgung könnte bis 2050 für mehr als eine Milliarde Menschen gefährdet sein. Während in Ost- und Südostasien die Ernteerträge um 20 Prozent steigen könnten, sollen sie in Zentral- und Südasien um 30 Prozent zurückgehen, was zusammen mit rapidem Bevölkerungswachstum die Hungerproblematik verschärft. Krankheiten wie Cholera nehmen zu.
- AUSTRALIEN UND NEUSEELAND
Probleme bei der Wasserversorgung steigen, Dürren und Feuer beeinträchtigen die Land- und Forstwirtschaft in einigen Gebieten. Andere Gebiete im Westen und Süden können dagegen zumindest anfänglich von weniger Frost, mehr Regen und längeren Fruchtbarkeitsperioden profitieren. Die Artenvielfalt etwa im Great Barrier Reef ist indessen bedroht. Der steigende Meeresspiegel, häufigere Stürme und Überschwemmungen gefährden bis 2050 die Küstenregionen.
- EUROPA
Nahezu alle Regionen in Europa werden vom Klimawandel und dessen wirtschaftlichen Folgen betroffen sein. Überflutungen werden zunehmen, zahlreiche Tier- und Pflanzenarten werden Probleme mit der Anpassung an den Klimawandel haben, und es wird immer weniger Schnee geben. Südeuropa wird noch stärker als bisher unter Hitzewellen und Wassermangel leiden. Auch in Mittel- und Osteuropa werden im Sommer weniger Niederschläge zu Problemen bei der Wasserversorgung führen. In Nordeuropa werden die Nachteile des Klimawandels - etwa häufigere Überflutungen im Winter und Gefährdung der Ökosysteme - die Vorteile wie höhere Ernten und weniger Heizbedarf wahrscheinlich überwiegen.
- SÜDAMERIKA
Der sinkende Grundwasserspiegel wird den Regenwald im Amazonasbecken zunehmend versteppen lassen. Es besteht die Gefahr des Artenverlusts in vielen tropischen Gegenden. In trockeneren Gebieten wird landwirtschaftlich genutztes Gebiet zunehmend zur Wüste. Der sinkende Meeresspiegel sorgt für zunehmende Überflutungen, die Erwärmung der Meere gefährdet Tierarten und Korallenriffe. Änderungen beim Niederschlag und das Verschwinden von Gletschern gefährden die Wasserversorgung, Landwirtschaft und Energiegewinnung.
- NORDAMERIKA
In Nordamerika drohen vermehrt tödliche Wirbelstürme, Überschwemmungen und Hitzwellen mit enormen wirtschaftlichen Folgen. Wälder werden nachhaltig durch Schädlinge, Krankheiten und Feuer gefährdet, Buschbrände nehmen zu. Städte werden noch mehr als bisher von Hitzewellen betroffen sein, was vor allem die Gesundheit älterer Menschen gefährdet. An der Küste steigt das Risiko tropischer Wirbelstürme.
QUELLE: http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=C6DAA559-1422-0CEF-7012A8A0D163C11B
Hier ein sehr kritisches Video zum Thema:
http://video.google.de/videoplay?docid=4499562022478442170&q=the+big+global+warming+swindle
Sehr interessant.
csae7920 17.05.2007, 21:31 Hallo,
auch ich bin überzeugt, dass in den Medien oftmals ein stark überzeichnetes Bild gebracht wird. ....
Thomas
zu diesem Thema empfehle ich dir den Film "An Inconvenient Truth" ... war vorher auch deiner Meinung...
lg
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