Kostenlose Kleinanzeigen für Studenten


Vollständige Version anzeigen : Trainee Hofer - Regionalverkaufsleiter - Karriere bei Hofer


Lizzy
28.11.2007, 12:54
...man hört viel Gutes (Selbstständiges Arbeiten, viel Entscheidungsfreiraum, großer Verantwortungsbereich, top Bezahlung, Firmenwagen...) - man hört viel Schlechtes (60+ Wochenstunden, "Zermalmung" zwischen Topmanagement und Filialen, nicht schaffbar, Autos von Mitarbeitern nach gestohlener Ware durchsuchen :?: , für ALLES verantwortlich sein...)

Hat wer Erfahrungen aus erster Hand? Hat schon mal wer das Traineeprogram absolviert? (und überlebt?) ;-)

Freue mich über Erfahrungsberichte!
Danke!

asdf
03.12.2007, 17:45
Dein Frage ist berechtigt :)

Ich war jetzt auf der zbp Absolventenmesse in Wien und dort war Hofer ja der Hauptsponsor. Ich war lange Zeit von Hofer schon eher begeistert, zumal ein Freund von mir auch dort arbeitet (wer weiß wie lange :)). Daraufhin habe ich mich beim Hofer-Stand informiert und mein Schluß:

Eher uninteressant!

Gründe dafür sind:

große Belastung, weil dir von der Zentrale Zahlen vorgegeben werden, die schwer einzuhalten sind und nur unter enormen Anstrengungen zu erreichen sind.
durchschnittlich 55 Stunden/Woche
Anfangsgehalt liegt bei ca. 3000 Euro brutto, nach dem Trainee bei 5.500 Euro brutto. Klingt zwar super, dafür musst du aber auch gscheit hackln.
Überstunden werden nicht separat berücksichtigt. Es handelt sich also um einen Pauschalgehalt. Was ich eher als eine Ausnützerei anstelle als faire Arbeitsbedingungen sehe. Das ist aber nciht nur bei Hofer so.
Der anwensende Mitarbeiter bei Hofer, der mich informiert hat, war ziemlich kurzgebunden und unsympatisch. Er soll anscheinend der für Tirol, Salzburg und Vorarlberg gewesen sein.
Ich weiß von einem Freund, dass vor allem im Osten Österreichs voll zache Arbeitsverhältnisse sind und auch das Betriebsklima alles andere als rosig sein soll.
Man macht im Monat rund 4000 Kilometer mit dem Auto. Für leidenschaftliche Autofahrer ist das ok, aber ich fahre nicht gerne Auto und das auch noch im Stress. Nein danke!
Der Aufgabenbereich ist meiner Meinung nach nicht sehr abwechslungsreich. Neue Mitarbeiter treffen, auswählen udn einschulen. Controlling, also Zahlen sammeln und auf die Zielerreichung hin prüfen. Schauen, ob die Fillialen sauber und ordentlich sind.
Was die Mitarbeiter betrifft: Klar, je besser und freundlicher man zu seinen Mitarbeitern ist, desto weniger Fluktuation hat man und desto weniger oft muss man sich um neue Mitarbeitern kümmern. Was ja sehr zeitaufwendig sein kann und einem so sehr viel Stress mit ins Boot bringt. Aber das ist sowieso immer dasselbe und hängt schlußendlich davon ab, ob man eine Führungskraft ist oder nur ein Luschi, der gscheit daherpalabert :)
jeden zweiten Samstag arbeiten
sehr früh beginnen und spät Feierabend
......Es gäbe noch viel zu erzählen. Für mich ist Hofer jedenfalls nicht mehr besonders interessant. Ich lebe ja schlußendlich nicht nur für HOFER. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Mein Senf zur zbp: Von der Absolventenmesse in Wien habe ich mir mehr erwartet. Im Grunde war es eine Veranstaltung, bei der man sehr viele Gadgets bekommen hat - größteils immer dieselben mit anderen Beschriftungen - und, wie soll ich sagen, ich hätte es mir sparen können. Viele Firmen sind eher nach dem Moto vorgegangen:

"Unsere Internetadresse ist: .... und dort sind alle zur Zeit vakanten Jobs aufgelistet." Ich mein, dafür muss ich ja nicht auf eine Absolventenmesse, oder? So gscheit bin ich noch, um die firmeninterne Jobbörse auf der Website zu finden.

Nur ein einziges Unternehmen hat mich vom Hocker gerissen. Es war aber nicht die Präsentation/der Stand, er war nicht der bekannte Name, nein, es war ein und allein die Mitarbeiterin, die sehr hilfsbereit und gut informiert versucht hat, den Absolventen das Unternehmen schmackhaft zu machen. Viele Unternehmen müssen in dieser Hinsicht noch viel lernen.

Lizzy
04.12.2007, 08:59
Hast du beim Hofer zufällig mit dem Herrn Freytag gesprochen?

Ich hatte auch die Ehre das er sich mit mir unterhielt - zumindest so lange bis er mitten im Gespräch meinte: "und wenn Sie dann keine Fragen mehr haben..." und ich: "doch doch, ich möchte noch folgendes wissen....." na ja, das Spiel hat sich dann noch ein paar mal wiederholt - so leicht lass ich mich nicht abschütteln. ;-)

Er hat mir zwar auch gesagt, dass er für Vbg, Tirol und Sbg zuständig ist, aber das stimmt anscheinend nicht - er ist für die Zentrale in Loosdorf verantwortlich. Na ja, das kann man ja schon mal verwechseln...

bei der zbp ist es mir zum Teil gleich gegangen, besonders enttäuscht war ich von Siemens: "ich zeige Ihnen wo auf unserer hp sie die Stellenanzeigen finden..." Danke - deswegen bin ich extra nach Wien gefahren... Oder Accenture: bei der Firmenpräsentation meinte ein Partner, dass sie dringend Leute brauchen und quasi "jeden nehmen" (der "ihren" Erwartungen entspricht...) und dann am Stand ratschen die Mitarbeiter miteinander und man muss sich ziehmlich unhöflich dazwischen drängen und die Mitarbeiter ansprechen, sonst wird man auf ewig ignoriert... (oder ist das schon der erste Test?!?) ;-)

wie heißt's so schön - der erste Eindruck zählt...

asdf
04.12.2007, 14:02
:) lustig, wir haben ziemlich die gleichen erfahrungen gemacht :)

das war meine erste karrieremesse und vielleicht auch die letzte. ich habe überhaupt den eindruck, dass diese großen unternehmen für mich nicht interessant sind. zu unüberschaubar, zu unflexible und undynamisch.

der erste eindruck ist entscheidend. und den haben sich viele versemmelt. ich frage mich nur, wieso sie sich dann schon einen solchen stand leisten. um einfach nur präsent zu sein vielleicht? schon möglich.

bei der öbb war eine sehr sympatsiche mitarbeiterin, die sich sehr viel mühe gegeben hat um den studierenden einen ersten tollen eindruck zu vermitteln. hat sie auch geschafft. super! dann war auch noch eine mitarbeiterin von constantia, die aktiv auf uns zugekommen ist und uns angesprochen hat, weil wir so eher nachdenklich etwas entfernt daneben gestanden haben. großes lob an diese frau!!! eine mitarbeiterin von mondi war dann auch ganz nett und hilfbereit, nachdem sie die 10minütige schnatterpause mit einer kollegin abgeschlossen hat, während eine andere mitarbeiterin wie mit scheuklappen hinter ihrem laptop gesessen und kaum auf reize aus der umwelt reagiert hat. von containex und lkw walter hört man großteils nur schlechtes, deshalb bin ich da überhaupt nicht hingegangen. billa war auch lustig. die dort anwesende mitarbeiterin war eher kurzgebunden und ist sich vorgekommen, als ob sie irgendwie was "schönes" oder "besonderes" wäre. so war jedenfalls unser erster eindruck. das unternehmen gegenüber wollte nur halbabsolventen haben, weil sie anscheinend zu wenig zahlen und ein vollabsolvent überqualifiziert wäre. schon komisch. das war so ein unternehmen für managementkurse. first data international hat pauschalgehälter.
lustig war auch der typ bei chevrolet. als wir uns vorgestellt haben und gesagt haben, was wir gemacht und worauf wir uns spezialisiert haben war die antwort so ungefähr: bei uns ist eh nix frei!
ou mann! wieso bist du dann überhaupt hier????

so wie du, war auch ich von siemens enttäuscht.

ich war von der ganzen messe enttäuscht. ok, war eine neue erfahrung, aber das wars auch schon.
ich habe mich so wie empfohlen vorbereitet und mir eine liste der unternehmen gemacht, die mich interessieren würden. am ende hat mcih kein einziges davon mehr interessiert. hat mir auch gezielt einen lebenslauf gemacht, den ich bei den von mir interessanten firmen hinterlegen wollte. war auch eher für die katz. wie gesagt, viele unternehmen haben einfach nur auf ihre internetseite verwiesen. dort solle man sich dann initiativbewerben oder einfach auf konkrete stellen antworten, sofern vorhanden. da hätte ich g'scheiter das geld der wienreise für bewerbungsmappen und telefonanrufe an interessante firmen ausgeben sollen.

asdf
04.12.2007, 15:18
Hast du beim Hofer zufällig mit dem Herrn Freytag gesprochen?

Ich hatte auch die Ehre das er sich mit mir unterhielt - zumindest so lange bis er mitten im Gespräch meinte: "und wenn Sie dann keine Fragen mehr haben..." und ich: "doch doch, ich möchte noch folgendes wissen....." na ja, das Spiel hat sich dann noch ein paar mal wiederholt - so leicht lass ich mich nicht abschütteln. ;-)

Er hat mir zwar auch gesagt, dass er für Vbg, Tirol und Sbg zuständig ist, aber das stimmt anscheinend nicht - er ist für die Zentrale in Loosdorf verantwortlich. Na ja, das kann man ja schon mal verwechseln...

Ich kann mich nicht mehr an seinen Namen erinnern. Aber schon möglich. Er hat sich bei mir jedenfalls ähnlich verhalten wie bei dir. Einerseits ist es gut, dass er gleich sein wahres Gesicht zeigt. So kann man sehen, welche Leute es bei Hofer an die Spitze schaffen. :) Die Entscheidung fällt einem dann gleich leichter :)

Martin
08.12.2007, 00:15
Hier eine Bewertung von Hofer (sind zwar nur 3 Stimmen, aber vielleicht werden es noch mehr):

http://www.kununu.com/bewertung/HOFER+KG-1073.html

Martin
18.01.2008, 19:58
Habe in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftswoche ( Nummer 3 vom 14.01.2008 ) einen tollen Artikel zu Hofer Österreich gefunden. Ein absolutes Muss für jeden, der schon mal mit dem Gedanken gespielt hat bei Hofer ein Traineeship zu beginnen.


In der Knochenmühle

Schuften bis zum Umfallen. Über den knüppelharten Karriereschliff bei der Aldi-Tochter Hofer in Österreich.


Bereichsleiter, das ist einer der härtesten Jobs im Aldi-Universum. Wer diesen Job hat, spürt die fast schon brutale Konsequenz des Systems Aldi besonders deutlich. Zorn und Stolz kommen in Ingo Behringer* auf, wenn er an seine ersten Monate als Bereichsleiter bei der österreichischen Aldi-Tochter Hofer zurückdenkt, die 1962 von Helmut Hofer gegründet und 1968 von Aldi Süd übernommen worden war. „Erst wird man in den Boden gerammt, so tief es geht, aber dann gibt es sehr gute Aufstiegschancen“, sagt der hochgewachsene, mit einem eleganten grauen Anzug bekleidete Mittzwanziger.
Wie Hunderte andere Bereichsleiter – zumeist frisch von der Universität – durchlief Behringer die knochenharte Grundausbildung, mit der die Aldi-Süd-Gruppe Schwache und Widerspenstige aus ihrer Vertriebsorganisation siebt. In wenigen Monaten musste er Aldis Warenwirtschaft, Buchhaltung und Personalführung beherrschen und als Anfänger selbstständig eine Filiale führen. Er arbeitete 16 Stunden täglich und verlor acht Kilogramm seines Körpergewichts. Viele andere gaben auf. Die Position Bereichsleiter ist ein Durchlauferhitzer. „Wer nach zwei Jahren noch nicht befördert ist, wurde entweder gefeuert, ist selbst gegangen oder am Herzinfarkt gestorben.“
Doch wer durchhält, wird belohnt: Aldi überträgt ihm Verantwortung für zunächst drei oder vier, später für bis zu zehn Filialen. Die Bereichsleiter stellen Verkaufspersonal ein und kündigen, prüfen die angelieferte Ware, sorgen dafür, dass ihre Märkte sauber und aufgeräumt sind. Sie kontrollieren den Geldstrom und überwachen jedes noch so winzige Detail – genau so, wie es das rund 60 Seiten dicke Buch „Standards im Verkauf“ vorschreibt. Behringer nennt es „die Bibel“ des Aldi-Vertrieblers, mit Reinigungsplänen „für absolut alles, sogar die Kacheln der Toilettenräume“. Und strengen Verhaltensregeln: Fragt ein Kunde nach einem Produkt, das erst aus dem Lager geholt werden muss, darf die Verkäuferin ihm niemals nur das einzelne Stück bringen, sondern hat ihm einen ganzen Karton anzubieten. Sie muss lange dunkle Hosen und geschlossene Schuhe tragen. Ware darf nur bis zu einer genau festgelegten Höhe unter das Preisschild gestapelt werden. Die Fenster in der Kaffeeküche der Mitarbeiter sind geschlossen zu halten – der Bereichsleiter prüft. :arrow: Hier weiterlesen... (http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/in-der-knochenmuehle-261535/)

Hier geht es zum gesamten Artikel "Inside-Report: Aldi knallhart - so funktioniert der Top-Discounter" (http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/aldi-knallhart-so-funktioniert-der-top-discounter-261582/)

Quelle: wiwo.de

Tipp: In der nächsten Ausgabe der WiWo ist das Hörbuch-Seminar auf CD "Business-Knigge" gratis dabei.
Siehe: http://www.wiwo.de/service/heft-cd/

Lizzy
19.01.2008, 12:59
Also, das Querulanten ausgesiebt werden, kann ich bestätigen. ;-)

Ich war bei einem Vorstellungsgespräch und mir wurde die Stelle als Regionalverkaufsleiter auch tatsächlich angeboten. Jedoch gab man mir eine Woche Zeit innerhalb derer ich mich beim Unternehmen melden muss um zu bestätigen, dass ich den Job auch wirklich haben will.

Da ich mir unter der Stelle noch immer zuwenig vorstellen konnte, rief ich im Unternehmen an und fragte, ich denn nicht eine Schnupperwoche in der ich einen Regionalverkaufsleiter begleite, absolvieren kann. Die zuständige Person war telefonisch nicht erreichbar, mir wurde versprochen, die meldet sich dann bei mir.

Das einzige Feedback, dass ich dann von Hofer bekam, war meine an mich retour gesendete Bewerbungsmappe mit einem äußerst knappen Begleitsschreiben, dass momentan keine passende Stelle für mich frei ist...

Martin
19.01.2008, 18:04
Das zu fragen war schon zu viel oder wie? Diese Frage ist meiner Ansicht nach durchaus berechtigt und hat absolut nix mit Querulantentum zu tun.











.




SoWi Forum Innsbruck | Studenteninserate.de | Studenteninserate.at | Bücherbörse - gebrauchte und neue Bücher kaufen und verkaufen | Mietwohnungen, Wohnung, Studentenwohnungen, WG-Zimmer, Garconniere, Heimplätze mieten und vermieten | Studentenforum | Partnersuche Singlebörse Partnervermittlung | Studentenblogs | Kostenlose Blogs | Handy Mobilfunk Laptop | Kostenlose Kleinanzeigen | Bücherbörse - gebrauchte und neue Bücher kaufen und verkaufen | Gratis Inserate | Mietwohnungen, Wohnung, Studentenwohnungen, WG-Zimmer, Garconniere, Heimplätze mieten und vermieten Jobbörse