Matthias86
20.03.2008, 17:40
Hallo,
habe im Standard ein interessantes Interview mit Bruno Frey, Professor am Institut für Empirische Wirtschaftsforschung an der Universität Zürich gefunden. Er kritisiert im Interview die zahlreichen Evaluationen und Rankings, die an den Universitäten durchgeführt werden. Sie würden Forschung und Lehre negativ beeinflussen.
Das Interview findet ihr unter http://derstandard.at/?url=/?id=3254890
Die Schlüsselaussage für mich ist folgende:
[...]Frey: Extrem gesagt: Da wird ein Professor zu einem Clown. Wenn er viele lustige Bemerkungen macht und wenn er das Examen möglichst leicht macht, wird er von den Studierenden gut eingestuft. Die Anforderungen an die Studierenden sinken deshalb. Ähnlich ist es in der Forschung. Man verlegt sich auf Gebiete, die heute modisch sind. Etwas längerfristiges zu erforschen, kann man sich nicht leisten. Ich habe zum Beispiel 1992 eine neue Motivationstheorie erstmals publiziert. Erst 2003 haben die Kollegen diese aufgenommen. Heute ist diese Theorie Standard. Wenn man eine Assistenzprofessur hat, hat man ja nur drei Jahre Zeit für Forschungsprojekte. Da gehen eben die jungen Leute unter.[...]
Was sagt ihr zu dieser Meinung?
lg
Matthias
habe im Standard ein interessantes Interview mit Bruno Frey, Professor am Institut für Empirische Wirtschaftsforschung an der Universität Zürich gefunden. Er kritisiert im Interview die zahlreichen Evaluationen und Rankings, die an den Universitäten durchgeführt werden. Sie würden Forschung und Lehre negativ beeinflussen.
Das Interview findet ihr unter http://derstandard.at/?url=/?id=3254890
Die Schlüsselaussage für mich ist folgende:
[...]Frey: Extrem gesagt: Da wird ein Professor zu einem Clown. Wenn er viele lustige Bemerkungen macht und wenn er das Examen möglichst leicht macht, wird er von den Studierenden gut eingestuft. Die Anforderungen an die Studierenden sinken deshalb. Ähnlich ist es in der Forschung. Man verlegt sich auf Gebiete, die heute modisch sind. Etwas längerfristiges zu erforschen, kann man sich nicht leisten. Ich habe zum Beispiel 1992 eine neue Motivationstheorie erstmals publiziert. Erst 2003 haben die Kollegen diese aufgenommen. Heute ist diese Theorie Standard. Wenn man eine Assistenzprofessur hat, hat man ja nur drei Jahre Zeit für Forschungsprojekte. Da gehen eben die jungen Leute unter.[...]
Was sagt ihr zu dieser Meinung?
lg
Matthias
