Thomas
03.08.2008, 11:07
Hallo,
bin auf einen äußerst interessanten Artikel gestoßen über die "Endlagerung" von radioaktivem Müll in den USA:
Yucca Mountain, 160 Kilometer nordwestlich von Las Vegas: Ein Bergwerkstollen mit betonierter Einfassung, auf einem Schild wird der Besucher angewiesen, Sicherheitshelme zu tragen. Am zentralen Eingang des Yucca Mountain schlägt einem kühle Luft entgegen. Ein dunkler Schacht führt acht Kilometer tief in den Berg. Vor Radioaktivität in der Luft wird gewarnt, nacktes Tuffgestein reflektiert das Neonlicht von den Wänden, an denen Kabel, Kompressoren und Generatoren hängen. Geschäftig geht es hier zu, aber nicht hektisch. Von einer Diesellok angetrieben, rattert ein Zug mit Arbeitern und Wissenschaftern über die Schmalspurschienen ins Berginnere.
Hier, im Bundesstaat Nevada, soll das weltweit erste Endlager für hochradioaktiven Müll entstehen. Dafür hat das Energieministerium einen Probestollen in den heiligen Berg der Western-Shoshone-Indianer treiben lassen. Seit 30 Jahren prüfen Geologen den Yucca Mountain auf seine Tauglichkeit. Über sieben Milliarden Dollar hat das Projekt bislang verschlungen. Knapp 600 Meter unter dem Gipfel sollen ab 2010 - so hat es Präsident Bush entschieden - abgebrannte Brennstäbe aus Atomkraftwerken und anderer nuklearer Abfall eingelagert werden: bis zu 77.000 Tonnen, in Spezialcontainern verpackt, geschützt vor Umwelteinflüssen und Nuklearterroristen.
Hier weiterlesen: http://derstandard.at/?url=/?id=1216918330871
Vor allem drei Dinge machen mich stutzig: 1. Man verwendet dafür einen heiligen Berg der Indianer? 2. Der noch dazu in einer Erdbebenzone liegt? 3. Und das in einer völlig abgelegenen Zone, in der man schlecht Sicherheitskräfte entschicken kann, wenn's brenzlig wird?
Das Ganze sieht mir wieder mal nach einer typischen US-Hauruck-Aktion aus - man verpulvert mal schnell knapp 60 Milliarden Dollar, verkauft das als Riesenumweltaktion und schiebt das Projekt dann den nächsten Regierungen in die Schuhe, die den Mist dann ausbaden dürfen.
Warum gibt es eigentlich kein Endlager für Politiker? :twisted:
Viele Grüße
Thomas
bin auf einen äußerst interessanten Artikel gestoßen über die "Endlagerung" von radioaktivem Müll in den USA:
Yucca Mountain, 160 Kilometer nordwestlich von Las Vegas: Ein Bergwerkstollen mit betonierter Einfassung, auf einem Schild wird der Besucher angewiesen, Sicherheitshelme zu tragen. Am zentralen Eingang des Yucca Mountain schlägt einem kühle Luft entgegen. Ein dunkler Schacht führt acht Kilometer tief in den Berg. Vor Radioaktivität in der Luft wird gewarnt, nacktes Tuffgestein reflektiert das Neonlicht von den Wänden, an denen Kabel, Kompressoren und Generatoren hängen. Geschäftig geht es hier zu, aber nicht hektisch. Von einer Diesellok angetrieben, rattert ein Zug mit Arbeitern und Wissenschaftern über die Schmalspurschienen ins Berginnere.
Hier, im Bundesstaat Nevada, soll das weltweit erste Endlager für hochradioaktiven Müll entstehen. Dafür hat das Energieministerium einen Probestollen in den heiligen Berg der Western-Shoshone-Indianer treiben lassen. Seit 30 Jahren prüfen Geologen den Yucca Mountain auf seine Tauglichkeit. Über sieben Milliarden Dollar hat das Projekt bislang verschlungen. Knapp 600 Meter unter dem Gipfel sollen ab 2010 - so hat es Präsident Bush entschieden - abgebrannte Brennstäbe aus Atomkraftwerken und anderer nuklearer Abfall eingelagert werden: bis zu 77.000 Tonnen, in Spezialcontainern verpackt, geschützt vor Umwelteinflüssen und Nuklearterroristen.
Hier weiterlesen: http://derstandard.at/?url=/?id=1216918330871
Vor allem drei Dinge machen mich stutzig: 1. Man verwendet dafür einen heiligen Berg der Indianer? 2. Der noch dazu in einer Erdbebenzone liegt? 3. Und das in einer völlig abgelegenen Zone, in der man schlecht Sicherheitskräfte entschicken kann, wenn's brenzlig wird?
Das Ganze sieht mir wieder mal nach einer typischen US-Hauruck-Aktion aus - man verpulvert mal schnell knapp 60 Milliarden Dollar, verkauft das als Riesenumweltaktion und schiebt das Projekt dann den nächsten Regierungen in die Schuhe, die den Mist dann ausbaden dürfen.
Warum gibt es eigentlich kein Endlager für Politiker? :twisted:
Viele Grüße
Thomas
