mike
12.05.2005, 21:12
Tiroler siegt gegen "3"
http://www.drei.at/images/content/presse/logo_gelb.gif
Der Fall eines Tirolers könnte für viele andere verärgerte Handy-Kunden hilfreich sein. Denn als Hutchison vor zwei Jahren mit "3" in Österreich startete, wollte es mit einer breiten Netzabdeckung punkten. Wo es Lücken gibt, sollte das Netz der Mobilkom einspringen, lautete der Deal. Den der Völser Günther R. auch einging - und es bald bereute.
"Nicht nur, dass das Gerät nicht funktionierte. Ich hatte fast nie einen Empfang. Das war für den Unternehmer nicht nur ärgerlich sondern auch geschäftsschädigend, wie er sagt. "Nicht mal meine Kunden konnten mich erreichen." Und das zog sich dann wie ein roter Faden weiter. Denn als der Kunde bei "3" telefonisch Dampf ablassen wollte, landete er in Endlos-Warteschleifen. "Ich hatte nie einen Ansprechpartner, das war ärgerlich!" Nach zwei Monaten hatte R. die Nase voll - er kündigte den Jahresvertrag. Er sah die Bedingungen nicht erfüllt. Erst knapp zwei Monate später bekam er Antwort: "3" wollte die Kündigung nicht akzeptieren. Es funktioniere doch alles.
Der Tiroler blieb hartnäckig, schickte zehn Monate lang alle Grundgebühr-Rechnungen zurück. Denn telefoniert hatte er seit der Kündigung nicht mehr.
Bis der Betreiber ihm mehrmals Inkassobüros schickte und vor acht Wochen schließlich den Anwalt. R. wollte trotzdem nicht klein beigeben - selbst zum Gerichtstermin, der vorige Woche hätte stattfinden sollen, wäre er erschienen. "Der Streitwert lag inzwischen bei 1500 ?, die Hälfte waren Rechtsanwaltskosten", schüttelt der Ex-Kunde den Kopf.
Doch drei Tage davor zog "3" überraschend die Klage zurück. "Die Schuld liegt bei uns, der Fall ist zu lang bei uns liegen geblieben. Vermutlich war auch der Aufwand zu groß", erklärte eine Firmensprecherin der NEUEN.
R. jubelt: "Die wollen die Leute so lang einschüchtern, bis sie zahlen, auch wenn Kunden im Recht sind. Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe." Bei Andreas Oberlechner vom Verein für Konsumenteninformation gingen viele derartige Beschwerden ein: "Die Betreiber sollten das Beschwerdemanagement ändern."
Quelle: tirol.com (http://www.tirol.com/chronik/innsbruck/9908/index.do)
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Der Fall eines Tirolers könnte für viele andere verärgerte Handy-Kunden hilfreich sein. Denn als Hutchison vor zwei Jahren mit "3" in Österreich startete, wollte es mit einer breiten Netzabdeckung punkten. Wo es Lücken gibt, sollte das Netz der Mobilkom einspringen, lautete der Deal. Den der Völser Günther R. auch einging - und es bald bereute.
"Nicht nur, dass das Gerät nicht funktionierte. Ich hatte fast nie einen Empfang. Das war für den Unternehmer nicht nur ärgerlich sondern auch geschäftsschädigend, wie er sagt. "Nicht mal meine Kunden konnten mich erreichen." Und das zog sich dann wie ein roter Faden weiter. Denn als der Kunde bei "3" telefonisch Dampf ablassen wollte, landete er in Endlos-Warteschleifen. "Ich hatte nie einen Ansprechpartner, das war ärgerlich!" Nach zwei Monaten hatte R. die Nase voll - er kündigte den Jahresvertrag. Er sah die Bedingungen nicht erfüllt. Erst knapp zwei Monate später bekam er Antwort: "3" wollte die Kündigung nicht akzeptieren. Es funktioniere doch alles.
Der Tiroler blieb hartnäckig, schickte zehn Monate lang alle Grundgebühr-Rechnungen zurück. Denn telefoniert hatte er seit der Kündigung nicht mehr.
Bis der Betreiber ihm mehrmals Inkassobüros schickte und vor acht Wochen schließlich den Anwalt. R. wollte trotzdem nicht klein beigeben - selbst zum Gerichtstermin, der vorige Woche hätte stattfinden sollen, wäre er erschienen. "Der Streitwert lag inzwischen bei 1500 ?, die Hälfte waren Rechtsanwaltskosten", schüttelt der Ex-Kunde den Kopf.
Doch drei Tage davor zog "3" überraschend die Klage zurück. "Die Schuld liegt bei uns, der Fall ist zu lang bei uns liegen geblieben. Vermutlich war auch der Aufwand zu groß", erklärte eine Firmensprecherin der NEUEN.
R. jubelt: "Die wollen die Leute so lang einschüchtern, bis sie zahlen, auch wenn Kunden im Recht sind. Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe." Bei Andreas Oberlechner vom Verein für Konsumenteninformation gingen viele derartige Beschwerden ein: "Die Betreiber sollten das Beschwerdemanagement ändern."
Quelle: tirol.com (http://www.tirol.com/chronik/innsbruck/9908/index.do)
