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christoph123
08.07.2005, 16:22
was haltet ihr davon?

http://wien.orf.at/stories/44280/

dh, die hälfte der medizin studenten in wien kommt jetzt aus deutschland? wie ist das in ibk, das liegt ja noch näher an bayern!
ich denke mal, dass die ganzen deutschen wohl überwiegend wieder nach deutschland zurück gehen werden.
jedenfalls schön für ein land, wenn ein anderes die ausbildung ihrer leute zahlt...

http://tirol.orf.at/stories/44054/

Ferrari
08.07.2005, 17:25
tja, so ein ergebnis war dann wohl zu erwarten...

Ferrari
08.07.2005, 17:28
hab übrigens grade auch was interessantes gelesn:

http://www.orf.at/050708-88901/index.html

hier sind die voraussichtlichen "auswahlverfahren" beschrieben

engerl
08.07.2005, 17:50
ich finds eigentlich ziemlich arg, dass es bei uns keine beschränkungen geben soll.

gantner sagte unter anderem:

An der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck wird es keine Zugangsbeschränkungen geben. Alle Studieninteressierten werden zum Studium zugelassen.

Es spielt keine Rolle, wann sich jemand an unserer Universität inskribiert. Es gelten für alle die gleichen Spielregeln. Unser höchstes Ziel ist es, ein
qualitätsvolles Studium anzubieten. Dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen.“

Quelle: http://www2.uibk.ac.at/ipoint/aktuelles/files_2005/pa_studium_zugelassen.pdf

qualitätsvolles studium?!?

es weiß doch jeder - auch rektor gantner - wie es jetzt schon auf der sowi zugeht und wie unzufrieden die studenten mit dem punktesystem/computeranmeldung sind. vor allem im zweiten abschnitt sollte man sich spezialisieren und muss fast, will man nicht ewig studieren, kurse machen, die einen wenig bis gar nicht interessieren - und das ist wohl nicht sinn der sache.

wie soll das dann erst werden, wenn es KEINE beschränkungen gibt?

Hubman
08.07.2005, 18:11
ein hoch auf rektor gantner, eine person die ich überhaupt nicht leiden kann

ich hätte von ihm erwartet, spätestens heute nachmittag ein riesiges bündel an beschränkungsmöglichkeiten auf den tisch zu knallen, gantner war/ist österreichweit einer der stärksten befürworter von beschränkungen

entweder meinen sie es damit ernst, das auf der lfu keine beschränkungen kommen oder es gilt zwecks der besseren vorbereitung nur für die kommenden zwei semester

tops
08.07.2005, 19:04
Wie kommen wir eigentlich dazu denn Deutschen die Ausbildung zu ermöglichen.

Wenn so das EU Recht aussieht, dann hat die EU einen neuen Gegner in mir gefunden. :cry:

Ausser es gibt eine Deutsche Finanzierzung. :lol:

Der Reindl vom ORF Tirol tut ja die Uni auf den Berg Isel, damit die Deutschen sie nicht finden können. :P

Atlantiz
08.07.2005, 19:08
Das hier finde ich ja äußerst bedenklich!!!

Auch Wechsel betroffen


Außerdem treffen die Beschränkungen nicht nur Studienanfänger, sondern auch jene, die von Bakkalaureat- auf Magisterstudien bzw. von Magister- auf Doktoratsstudien wechseln.


Damit sind nicht nur jene betroffen, die ab Herbst erstmals an die Universität kommen. Beschränkungen werden vielmehr auch bereits Studierende treffen können - etwa wenn sie nach Abschluss ihres Bakkalaureatstudiums ein Magisterstudium anhängen wollen oder nach Abschluss eines Magister- bzw. Diplomstudiums ein Doktorat.

Suzanne
08.07.2005, 21:06
Ja bedenklich find ich das auch, aber vestehen kann man's schon irgendwie. Vor allem wenn ab nächstem Jahr die Bakkalaureate eingeführt werden, wollen sicher viele einen Master anhängen, die halt sonst mit dem Magister (=ein Studium) aufgehört hätten. Am besten wird wohl sein, man inskribiert heuer im Herbst noch schnell alles, was man evtl. noch studieren möchte.

Das nächste Problem ist, dass das Doktoratsstudium auf drei Jahre ausgedehnt werden soll mit relativ viel Anwesenheitspflicht usw. (berufsbegleitend anscheinend nicht mehr zu schaffen) Frag mich, wer sich das dann noch antut - es gibt ohnehin eher wenig Absolventen mit Doktorat und die paar interessierten vergrault man dann auch noch....

Hubman
09.07.2005, 09:45
Auch Wechsel betroffen
Außerdem treffen die Beschränkungen nicht nur Studienanfänger, sondern auch jene, die von Bakkalaureat- auf Magisterstudien bzw. von Magister- auf Doktoratsstudien wechseln.


Damit sind nicht nur jene betroffen, die ab Herbst erstmals an die Universität kommen. Beschränkungen werden vielmehr auch bereits Studierende treffen können - etwa wenn sie nach Abschluss ihres Bakkalaureatstudiums ein Magisterstudium anhängen wollen oder nach Abschluss eines Magister- bzw. Diplomstudiums ein Doktorat.


hierzu muss aber angemerkt werden, dass dies neben den allgemeinen zugangsbeschränkungen nur nebenbei diskutiert wurde und auch kein kernthema der akutellen diskussion ist

es wurde (und auch das kommt vor) vorausschauend in das gesetz integriert, die umsetzung auf dem gebiet dürfte noch länger dauern und für viele studien gar nicht eintreten

mike
09.07.2005, 11:16
Gesetz erlaubt Beschränkungen

Hunderte deutsche Studenten haben offenbar nur auf das Urteil vom EuGH gewartet: Bereits am ersten Tag nach der Aufhebung der Beschränkungen für ausländische Studenten an den heimischen Unis hatten sich 700 Deutsche einen Platz allein an der Wiener Medizin-Uni reserviert. Um den Ansturm auf die heimischen Hochschulen einzudämmen, beschloss der Nationalrat am Freitag ein Gesetz, das Zugangsbeschränkungen erlaubt. Der freie Uni-Zugang ist damit Geschichte.



Quelle: http://orf.at/050708-88923/index.html

jayjay
09.07.2005, 15:57
was haltet ihr von der möglichkeit - meiner meinung nach eu-rechtlich problemlos:

die uni erhebt studiengebühren von zb. 5000euro. jeder österreichische student erhält gleichzeitig ein stipendium in ebendieser höhe. dann zahlen die ganzen deutschen wenigstens einen teil ihres studiums selbst (wir bzw. unsere eltern finanzieren hier eh schon die unis mit ihren steuern, drum find ich das auch fair).

KK
09.07.2005, 16:28
Wann soll denn der Studiengang der Psychologie aufgehoben werden?

Hubman
09.07.2005, 17:02
Wann soll denn der Studiengang der Psychologie aufgehoben werden?

gar nicht, würde ich mal sagen
abgeschafft wird das lehramtsstudium, diplomstudium bleibt
(wenn ich das bisher richtig mitgekriegt haben)

btw. ich finde jayjays vorschlag nicht schlecht
wie unser bildungsministerium sowas umsetzten könnte, ist eine andere frage

Suzanne
09.07.2005, 17:18
was haltet ihr von der möglichkeit - meiner meinung nach eu-rechtlich problemlos:

die uni erhebt studiengebühren von zb. 5000euro. jeder österreichische student erhält gleichzeitig ein stipendium in ebendieser höhe. dann zahlen die ganzen deutschen wenigstens einen teil ihres studiums selbst (wir bzw. unsere eltern finanzieren hier eh schon die unis mit ihren steuern, drum find ich das auch fair).

nein das ist auf jeden Fall EU-rechtswidrig. damit kommst nie und nimmer durch.

Ferrari
09.07.2005, 17:25
des wär ja auch wieder ausländerdiskriminierung :) dann seima wida gleich weit wie jetz

jayjay
09.07.2005, 17:41
nein das ist auf jeden Fall EU-rechtswidrig. damit kommst nie und nimmer durch.
seit wann hat ein deutscher anrecht auf ein österreichisches stipendium? bei einem stipendium handelt es sich um eine sozialleistung die mit eu-recht mangels grenzüberschreitendem bezug doch eigentlich nichts zu tun hat. oder bekomm ich als österreicher in deutschland ein stipendium?
und wenn schon würds den österreichischen unis zeit bringen ... bis das wieder alles durchgeklagt ist.

Suzanne
09.07.2005, 17:52
nein das ist auf jeden Fall EU-rechtswidrig. damit kommst nie und nimmer durch.
seit wann hat ein deutscher anrecht auf ein österreichisches stipendium? bei einem stipendium handelt es sich um eine sozialleistung die mit eu-recht mangels grenzüberschreitendem bezug doch eigentlich nichts zu tun hat. oder bekomm ich als österreicher in deutschland ein stipendium?
und wenn schon würds den österreichischen unis zeit bringen ... bis das wieder alles durchgeklagt ist.

der gleichbehandlungsgrundsatz bzw. das subventionsverbot verbieten das aber - das wäre ja dasselbe, als wenn man von den deutschen höhere studienbeiträge als von den österreichern verlangen würde. du kannst nicht allen österreichern die studienbeiträge ersetzen - wenn schon müsste man irgendeinen anderen anknüpfungspunkt als staatsbürgerschaft/wohnsitz finden, der halt "zufällig" nur österreicher betrifft. und es wird sehr schwierig sein, irgendetwas so "zufälliges" zu finden, das nicht als versteckte diskriminierung gilt.

Hubman
09.07.2005, 17:56
tja, österreich hat einfach pech, das ein zweites land mit gleicher sprache in der eu ist, das zudem noch 10x größer ist

jayjay
09.07.2005, 18:05
der gleichbehandlungsgrundsatz bzw. das subventionsverbot verbieten das aber
ein deutscher hat aber doch nicht anspruch auf österreichische sozialleistungen. :roll:
subventionsverbot, staatliche beihilfen usw. betreffen meines wissens auch nur wirtschaftstreibende bzw. unternehmen (wettbewerbsverzerrung).

Suzanne
09.07.2005, 18:56
der gleichbehandlungsgrundsatz bzw. das subventionsverbot verbieten das aber
ein deutscher hat aber doch nicht anspruch auf österreichische sozialleistungen. :roll:
subventionsverbot, staatliche beihilfen usw. betreffen meines wissens auch nur wirtschaftstreibende bzw. unternehmen (wettbewerbsverzerrung).

das ist auch keine "sozialleistung", wenn du allen österreichischen studenten die studienbeiträge ersetzt (jedenfalls nicht im sinn des eu-rechts, da stellt sowas vielmehr eine verbotene subvention dar = eben derselbe sachverhalt, wie wenn man von eu-ausländern höhere studienbeiträge verlangen würde als von inländern).

^johannes
09.07.2005, 19:19
"(...) Außerdem plant die Regierung, den Unis Zugangsbeschränkungen auch für die Betriebswirtschaftslehre (BWL) und verwandte Fächer zu erlauben - obwohl der deutschlandweite NC für BWL heuer aufgehoben wurde, könnte es noch einen "Rückstau" an Interessenten geben. Davon wären die Wirtschaftsuniversität (WU) Wien sowie die Universitäten Wien, Graz, Linz, Klagenfurt und Innsbruck betroffen. (...)"

--> das lässt wenigstens ein bissl hoffen :lol:

christoph123
10.07.2005, 08:08
EU Bürger (EWR-Bürger/innen nach EWR-Vertrag) bekommen ziemlich sicher genauso stipendium wie ein österreicher. ist ja auch unter www.stipendium.at nachzulesen.
das gleiche gilt bei wohnbauförderung etc...

es gibt meines wissens sogar abkommen mit nicht eu-staaten (zB türkei), die es den studenten ermöglicht, hier auch stipendium zu beziehen.

PS: komisch eigentlich, dass man gegen "die deutschen" schimpfen darf was man will, aber sobald man nur ansatzweise irgendetwas gegen zB türkei sagt, wird man gleich mit der nazikeule verbal geschlagen. *g*

Suzanne
10.07.2005, 12:19
EU Bürger (EWR-Bürger/innen nach EWR-Vertrag) bekommen ziemlich sicher genauso stipendium wie ein österreicher. ist ja auch unter www.stipendium.at nachzulesen.
das gleiche gilt bei wohnbauförderung etc...

theoretisch ja. praktisch muss man, möchte man im (eu-)ausland studieren, jedenfalls um eine aufenthaltsgenehmigung im betreffenden land ansuchen (weil der aufenthalt für das studium in der regel länger als drei monate dauern wird). voraussetzung um die genehmigung zu bekommen ist neben einem nachweis über eine krankenversicherung im heimatstaat auch der nachweis, dass man über "ausreichende finanzielle mittel" verfügt, um das studium durchzuführen. es wird sich daher praktisch eher schwierig gestalten, hinterher noch um studienbeihilfe anzusuchen *g* vielleicht ist österreich aber auch ein besonders großzügiges land...

christoph123
10.07.2005, 16:15
theoretisch ja. praktisch muss man, möchte man im (eu-)ausland studieren, jedenfalls um eine aufenthaltsgenehmigung im betreffenden land ansuchen


das kann ich eigentlich schwer glauben. ein eu bürger braucht nämlich keine aufnahmegenehmigung, wenn er in einem anderen eu-staat studieren, wohnen, arbeiten etc will.
er ist in allen belangen einem bürger, der im eu-staat lebt gleichzusetzen. deshalb ja auch dieses EUGH urteil!

wenns nicht so ist, müsste ich mich wirklich ganz schwer irren...

Suzanne
10.07.2005, 19:50
theoretisch ja. praktisch muss man, möchte man im (eu-)ausland studieren, jedenfalls um eine aufenthaltsgenehmigung im betreffenden land ansuchen


das kann ich eigentlich schwer glauben. ein eu bürger braucht nämlich keine aufnahmegenehmigung, wenn er in einem anderen eu-staat studieren, wohnen, arbeiten etc will.
er ist in allen belangen einem bürger, der im eu-staat lebt gleichzusetzen. deshalb ja auch dieses EUGH urteil!

wenns nicht so ist, müsste ich mich wirklich ganz schwer irren...

du brauchst auf jeden fall eine genehmigung, wenn du dich länger als drei monate in einem anderen eu-land aufhältst. und bei der gelegenheit musst du an eides statt erklären, dass du über ausreichende mittel für dein studium verfügst.

Suzanne
10.07.2005, 20:08
auf http://europa.eu.int/youreurope/nav/de/citizens/factsheets/at/entryintoms/workers/de.html finden sich die entsprechenden bestimmungen:

Als Staatsangehöriger eines Mitgliedstaats der Europäischen Union haben Sie das Recht, ohne besondere Formalitäten in alle anderen Mitgliedstaaten einzureisen. Sie brauchen dazu lediglich einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.

Ihre Reisefreiheit darf nur aus Gründen der öffentlichen Ordnung, Sicherheit oder Gesundheit eingeschränkt werden. Unabhängig davon, ob Ihre Reise berufliche oder private Gründe hat, ob Sie also als Arbeitnehmer oder Selbständiger oder einfach als Tourist ein Land besuchen, dürfen Sie in jeden Mitgliedstaat einreisen.

Solange Sie sich nicht länger als drei Monate in einem anderen Mitgliedstaat aufhalten, brauchen Sie keine Aufenthaltserlaubnis.

Jeder Mitgliedstaat hat aber die Möglichkeit, Vorschriften zu erlassen, die die unter das Gemeinschaftsrecht fallenden Personen verpflichten, sich anzumelden, auch wenn ihr Aufenthalt auf ihrem Hoheitsgebiet die Dauer von drei Monaten nicht übersteigt

es stimmt allerdings, dass in österreich nur eine meldepflicht besteht (siehe weiter unten).

Österreich gewährt allen EWR-Bürgern unabhängig von der Aufenthaltsdauer, dem Zweck des Aufenthaltes und der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Personengruppe (Arbeitnehmer, Student, Pensionst,...) generell Sichtvermerksfreiheit. Österreich stellt daher auch keine Aufenthaltstitel für EWR-Bürger aus und nimmt mit dieser besonders weitreichenden Vereinfachung eine „Vorreiterrolle“ innerhalb der EU ein.

Unabhängig davon unterliegen alle Personen, die sich in Österreich aufhalten (Staatsbürger, Unionsbürger, Drittstaatsangehörige) der Meldeverpflichtung. Die Meldebestimmungen sind keine „fremdenpolizeilichen“ Maßnahmen und haben daher auch keinen Einfluss auch die Rechtmäßigkeit des Aufenthaltes.

da steht auch dabei, das österreich eine "Vorreiterrolle" in der EU übernimmt - also wir österreichischen studenten müssen im ausland (schön blöd :roll: ) um die aufenthaltserlaubnis ansuchen, die ausländischen studenten unterliegen hierzulande hingegen nur der meldeverpflichtung.

Hubman
11.07.2005, 10:28
da steht auch dabei, das österreich eine "Vorreiterrolle" in der EU übernimmt - also wir österreichischen studenten müssen im ausland (schön blöd :roll: ) um die aufenthaltserlaubnis ansuchen, die ausländischen studenten unterliegen hierzulande hingegen nur der meldeverpflichtung.

was soviel heißt, die anderen sind beschränkt und österreich offen für vieles :D

trotzdem ists kein vorteil :cry: :D

Suzanne
11.07.2005, 12:33
ich find das auch nicht besonders toll - also wir könnten im ausland sicher nicht um studienbeihilfe ansuchen. hab eigentlich bis jetzt gedacht, dass das alle länder gleich handhaben. jedenfalls sind wir wieder die blöden...

jayjay
12.07.2005, 11:39
PS: komisch eigentlich, dass man gegen "die deutschen" schimpfen darf was man will, aber sobald man nur ansatzweise irgendetwas gegen zB türkei sagt, wird man gleich mit der nazikeule verbal geschlagen. *g*
endlich mal einer der das sagt! ;)

jayjay
13.07.2005, 14:09
hab gerade folgenden lösungsvorschlag ans unterrichtsministerium gemailt. was haltet ihr davon:

Bregenz, 13. Juli 2005

Sg. Damen/Herren!

Die aktuelle Hochschulproblematik ("Überflutung österreichischer Universitäten durch Deutsche Numerus-Clausus-Flüchtlinge") nach dem aktuellen EuGH-Urteil interessiert mich - auch, wenn ich nicht mehr unmittelbar davon betroffen bin - sehr. Ich möchte mit diesem Mail nun nicht die mangeldene Planung auf das zu erwartende EuGH-Urteil kritisieren sondern vielmehr einen Lösungsvorschlag einbringen:

In Österreich darf nur der/diejenige studieren welche/r 6 Monate Sozialdienst (für österr. Staatsbürger alternativ Präsenzdienst) geleistet hat. Dies hätte zur Folge, dass endlich andiskutiert würde, dass sowohl Männer und Frauen einen Dienst für den Staat leisten (Ich habe meinen Präsenzdienst noch vor mir!) und würde wohl auch insbesondere deutsche Studierende davon abhalten in Österreich zu studieren. Somit könnte der freie Universitätszugang behalten werden und der Staat würde zudem noch profitieren.
Meiner Rechtsmeinung nach sollte diese Möglichkeit problemlos mit EU-Recht kompatibel sein, da dadurch niemand diskriminiert wird. Somit könnte die Negativselektion (nur die "Schlechten" kommen nach Österreich) deutscher Studierender zumindest stark eingeschränkt werden und der Staat würde wie bereits beschrieben enorm profitieren. Weiters würde dadurch auch dem Gleichheitssatz endlich Rechnung getragen, da Staatsbürger beider Geschlechter Präsenz/Zivildienst zu leisten hätten.

Ich bitte Sie meinen Vorschlag an entsprechende Stellen weiterzuleiten und würde mich über eine Antwort freuen!

Mit freundlichen Grüssen,
Mag. xyz

(Student an der Uni Innsbruck)

Ferrari
13.07.2005, 15:04
bin da jetz auch nicht soo versiert, aber soviel ich weiß machen sie in deutschland ja genauso einen sozialdienst/präsenzdienst! und jeder der dann halt in österreich medizin etc. studieren will macht halt den sozialdienst (wie übrigens jeder deutsche studienkollege den ich kenne!).

Die einzige Konsequenz wäre meiner Meinung nach nur, dass Frauen die eine solche studienrichtung wählen zusätlich noch diesen Dienst machen müssten.

:) bitte korrigiert mich falls ich mit den deutschen zivildienst falsch liege ;)

MäX
13.07.2005, 15:19
Das wäre ja an Diskriminierung nicht mehr zu überbieten, ich finde Innsbruck soll über jeden ausländischen Studenten froh sein, denn meiner Meinung nach kann die Uni Innsbruck etwas ausländisches "Flair" gut vertragen.
Und die österreichischen Studenten die z.b. für ein Jahr nach Frankreich, Spanien oder sonst wo hingehen würden sich auch nicht über 5000€ Studiengebühr freuen.
Ich finde man soll das immer von beiden Seiten betrachten....

Suzanne
13.07.2005, 16:15
Ich glaube, eine solche Regelung würde große Probleme hervorrufen. Zum einen ist sie (wenn nicht offen diskriminierend) auf jeden Fall beschränkend für die Freizügigkeit der Studenten. Leider weiß ich auch nicht genau, wie das mit dem Präsenzdienst in Deutschland abläuft, jedenfalls müsste der sicherlich für ein Studium in Österreich anerkannt werden. Zum anderen sehe ich keinen Grund, wieso man die Wahl eines Studiums (meinst du da generell oder nur bestimmte?) an die Ablegung des Sozialdienstes binden sollte. Das schränkt mE die Erwerbsausübungsfreiheit sowie die Freiheit der Berufswahl unverhältnismäßig ein. Außerdem würde das nur dazu führen, dass auf einmal viel mehr Leute untauglich wären.

Mit den Studienbeiträgen ist das auch so eine Sache - anderswo kosten die schon von vornherein viel mehr als bei uns (für dortige Inländer und Ausländer). Manchmal ist es auch so, dass Unis spezielle Programme oder Diplome für ausländische Studenten anbieten, wobei dann dieses Programm halt wieder extra kostet - auf die Weise holen sie sich z. B. Studienbeiträge zurück, die aufgrund von Austauschprogrammen für die Österreicher erlassen werden.

Ich glaub nicht, dass es irgendeine Lösung gibt, deutsche und andere ausländische Studenten von einem Studium in Österreich abzuhalten. Ich find das auch nicht so tragisch (blöde deutsche Studenten sind sicher nicht dümmer als blöde österreichische Studenten). Das einzige Argument, was man noch gelten lassen kann, ist dass diese Studenten dann evtl. in ihren Heimatstaat zurückkehren, um dort zu arbeiten und Österreich quasi die Ausbildung zahlt und nichts davon hat. Ich kenn aber inzwischen auch einige Österreicher (speziell Mediziner) die nach ihrer Ausbildung in Österreich woanders hingehen, wo die Arbeitsbedingungen besser sind als bei uns. Ich glaube, dass man das in einem freien Wirtschaftsraum einfach in Kauf nehmen muss....

Hubman
13.07.2005, 17:17
Das wäre ja an Diskriminierung nicht mehr zu überbieten, ich finde Innsbruck soll über jeden ausländischen Studenten froh sein, denn meiner Meinung nach kann die Uni Innsbruck etwas ausländisches "Flair" gut vertragen.
Und die österreichischen Studenten die z.b. für ein Jahr nach Frankreich, Spanien oder sonst wo hingehen würden sich auch nicht über 5000€ Studiengebühr freuen.
Ich finde man soll das immer von beiden Seiten betrachten....

ausländisches flair durch einen ansturm an deutschen studenten?

wer noch nicht verstanden hat, das diese probleme einzig und allein mit der deutschen unipolitik zu tun hat, hat noch gar nichts verstanden

kein mensch in österreich erwartet einen ansturm an franzosen, spaniern, belgiern, engländern, italienern oder anderen eu-staaten, diese werden weiterhin auf ähnlichem niveau bleiben

die mischung auf vielen nationalitäten macht das flair aus

Ich glaube, dass man das in einem freien Wirtschaftsraum einfach in Kauf nehmen muss....

guter satz, evtl. regelt sich ja alles in den nächsten jahren von selbst

Ferrari
13.07.2005, 19:24
soviel ich mitbekommen is es auf da uni-ibk jetz e schon so, dass sich bis jetz schon mehr angemeldet haben als eigentlich möglich! und die hälfte davon kommt aus deutschland :)

jetz nur mal so zur anmerkung, aber ich wette das wusstet ihr schon ;)

Atlantiz
13.07.2005, 20:12
soviel ich mitbekommen is es auf da uni-ibk jetz e schon so, dass sich bis jetz schon mehr angemeldet haben als eigentlich möglich! und die hälfte davon kommt aus deutschland :)

jetz nur mal so zur anmerkung, aber ich wette das wusstet ihr schon ;)

Aber doch nur bei Medizin, oder?

Dadurch, dass der NC in Deutschland für BWL wegfällt kommt sicherlich nicht die erwartete Schwemme für die SOWI wie eigentlich gedacht, denk ich halt.

Ferrari
14.07.2005, 13:02
soviel ich mitbekommen is es auf da uni-ibk jetz e schon so, dass sich bis jetz schon mehr angemeldet haben als eigentlich möglich! und die hälfte davon kommt aus deutschland :)

jetz nur mal so zur anmerkung, aber ich wette das wusstet ihr schon ;)

Aber doch nur bei Medizin, oder?

Dadurch, dass der NC in Deutschland für BWL wegfällt kommt sicherlich nicht die erwartete Schwemme für die SOWI wie eigentlich gedacht, denk ich halt.

jup! nur auf der medizin :)











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