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Vollständige Version anzeigen : Die Leseecke


Thomas
11.09.2005, 23:57
Hallo,

mir ist aufgefallen, dass wir hier gar keine gemütliche Leseecke haben, wo wir uns austauschen können über die Bücher, die wir gerade lesen oder gelesen haben. Was war gut, was war schlecht, was könnt ihr empfehlen?

Falls Interesse an einem solchen Austausch besteht, dann bitte hier. :)

Grüße

Thomas

anny
12.09.2005, 08:26
Das ist eine super Idee!

Ich hab da nämlich eine Frage zu folgendem Buch: Sergej Lukianenko Wächter der Nacht. Es wird ja behauptet, dass das Buch besser ist als der Herr der Ringe usw. In Russland ist es ja öfter verkauft worden. Kann mir dann vielleicht jemand eine empfehlung abgeben. Wäre echt dankbar.

lg anny

alletto
12.09.2005, 11:16
Finde die Idee auch super. bin auch ein begeisterter Leser. Mein letztes buch das ich gelesen habe heißt "I Malavoglia" von Gionvanni Verga. das Buch handelt über eine sizialianische Fischerfamilie und ihr tägliches Leben Mitte des 19. Jahrhundert.
Meiner Meinung gibt es einen guten Einblick in die sizilianische Kultur (vor allem auf dem Land) in diesem Jahrhundert.
Vor allem würde ich es Kulturinteressierter empfehlen. Wenn mans auf italienisch liest erlangt auch Einblick in die Sprache dieser Zeit (Giovanni Verga lebte im 19. Jh.)

Martin
13.09.2005, 21:09
herzlich willkommen in der leseecke... zu finden unter der kategorie "Diskussionen"

http://www.sowi-forum.com/forum/forumdisplay.php?f=79

Thomas
13.09.2005, 21:45
Wow, zu einer eigenen Rubrik hat es meine kleine Ecke schon gebracht. :cool:

@ anny: Sergej Lukianenko sagt mir jetzt nichts. Allerdings kann ich mir - bei aller Bewunderung für Tolkien - schon vorstellen, dass sein Buch besser sein könnte als der Herr der Ringe. Trotz all der überbordenden Fantasie, der Liebe zum Detail, der packenden Geschichte bei Tolkien bleibt die Sprache bei ihm manchmal doch etwas leblos. (So, jetzt werde ich vermutlich bei der nächsten Gelegenheit von wütenden Tolkien-Fans verbrannt ...)

@ alletto: Mit den Italienern habe ich mich mit Ausnahme von Umberto Eco (der dafür etwas intensiver) noch nicht beschäftigt. Deine Anregung klingt aber ganz gut, könnte genau meinen Geschmack treffen. Werde ich mir merken, danke!

Und was ich gerade lese: Max Frisch, Tagebuch 1946-1949. Einfach nur genial. Von Max Frisch kann ich prinzipiell alles empfehlen, bin ein Riesenfan und habe auch schon fast alles von ihm gelesen. Aber gerade das Tagebuch hat es noch mal in sich. Man darf sich das nicht als klassisches Tagebuch mit "Heute ist Freitag, der 17. Ich war schwimmen" vorstellen, sondern mehr eine sorgfältig organisierte Sammlung von Gedanken, Gedankenfetzen und Prosaskizzen. So findet sich eine Prosaversion seines Stückes "Graf Öderland" schon drin, auch die ersten Grundüberlegungen zu seinem Drama "Andorra" finden sich hier schon. Dazu immer wieder das verblüffend scharfe Auge eines der besten Gesellschaftsanalytiker des 20. Jahrhunderts. Um Marcel Reich-Ranicki zu dem Tagebuch von Frisch zu zitieren: "Max Frisch praktiziert Moral ohne Predigt und Zeitkritik ohne Propaganda. Er demonstriert Engagiertheit und Protest ohne Hysterie. So wurde er zum Klassiker unter den schreibenden Zeitgenossen deutscher Sprache."

Und was lest ihr so?

Grüße

Thomas

pumuckl
14.09.2005, 10:39
an leichterer lektüre liebe ich henning mankell, andrea camilleri und andere krimiautoren dieser richtung. wenns mal was schwerer verdauliches sein soll, dann greife ich bevorzugt zu thomas bernhard.
derzeit allerdings auf meinem nachtkastl: "reise know how - teneriffa" :p

Thomas
14.09.2005, 10:50
an leichterer lektüre liebe ich henning mankell, andrea camilleri und andere krimiautoren dieser richtung. wenns mal was schwerer verdauliches sein soll, dann greife ich bevorzugt zu thomas bernhard.
derzeit allerdings auf meinem nachtkastl: "reise know how - teneriffa" :p

Mankell ist ganz gut, obwohl mir Krimis weniger taugen. Von Thomas Bernhard gibt es so einiges, was ich noch lesen möchte - bisher beschränkt sich meine Erfahrung auf Die Ursache. Hat mir aber sehr gut gefallen, auch wenn meine Heimatstadt da nicht besonders gut wegkommt.

Bezüglich dem Reise Know How: *neidisch guck*

Grüße

Thomas

alletto
14.09.2005, 11:05
an leichterer lektüre liebe ich henning mankell, andrea camilleri und andere krimiautoren dieser richtung. wenns mal was schwerer verdauliches sein soll, dann greife ich bevorzugt zu thomas bernhard.
derzeit allerdings auf meinem nachtkastl: "reise know how - teneriffa" :p

Ich liebe Camilleri. Vor allem in italienisch. Die meisten Unterhaltungen sind auf Sizilianisch. Vor allem der Wechsel zwischen geschriebener Sprache und Dialekt gelingt im gut. (Denke auf Comissario Montalbano) Natürlich sind auch die Geschichten ziemlich spannend.

Nella
14.09.2005, 13:00
Bei Krimis ist Donna Leon mit Commissario Brunetti einfach unschlagbar! Lebenslust, Genuß, Italien verbunden mit Spannung...

Und sonst--> Hermann Hesse! Da vergess ich die ganze Welt um mich rundherum

Ein immer wieder geniales Buch--> Das Parfum!

Lg Nella

anny
14.09.2005, 17:15
hallo!

finde auch einige dieser autoren ganz toll. mir geht es leider oft so, dass ich oft von der deutschsprachigen Übersetzung enttäuscht bin. mir geht es oft so, dass das orginal oftmals mehr witz etc. herüberbringt. wie geht es euch dabei?

lg anny

pumuckl
14.09.2005, 17:45
wow, das parfum, genau, auch einer meiner klassiker!

ad übersetzungen: natürlich lese ich auch lieber im original, wenn das aber auf schwedisch ist. tu ich mir halt hart... aber grad der mankell ist ins deutsche super übersetzt, hab mir einmal einen auf englisch gekauft und mich überhaupt nicht mehr ausgekannt...

Ferrari
14.09.2005, 19:52
Also weiß nicht, hab das Parfum auch gelesen. Is zwar ned so schlecht, aber umghaun hats mi a ned wirklich. (Hab auch schon andere Bücher von Süßkind gelesen, Parfum war aber das beste ;) )

Hab mir jetz diesen Sommer die Bücher von Dan Brown durchgelesen. Diese haben mir äußerst gut gefallen. Jetz weniger wegen schreibstil oder so, sondern einfach nur aufgrund der ganzen Theorien die darin beschrieben werden (geht sicher den meisten so)... find ich interessant :)

Mo
14.09.2005, 20:03
wie wärs mit: Daniel Brown, Das Sakrileg, sehr spannend und viele Hintergrundinformationen über Christentum, Geheimbünde etc.

alletto
15.09.2005, 10:33
wie wärs mit: Daniel Brown, Das Sakrileg, sehr spannend und viele Hintergrundinformationen über Christentum, Geheimbünde etc.

Hab von Ihm "Da Vinci Code" gelesen. war sehr spannend. war ganze Nächte beim lesen. Denk aber, dass sehr viele diese Buch gelesen haben.

Dans Brown beliebteste Themen scheinen Christum, Geheimbünde usw. zu sein.

Thomas
15.09.2005, 10:49
Hm ... irgendwann muss ich mir wohl auch mal einen Dan Brown zu Gemüte führen. Von dem spricht ja jetzt jeder. Jetzt kommt dann sogar eine Verfilmung im nächsten Jahr vom "Da Vinci Code", mit Tom Hanks, glaube ich.

Grüße

Thomas

Dagmar
15.09.2005, 11:33
ich hab die illuminati gelesen. war ein tolles buch. ist zwar etwas dicker, aber spannend bis zum schluss. konnte es kaum aus der hand legen.

Nella
15.09.2005, 11:36
Illuminati hat mir auch super gefallen, nur hab ichs vorm Schlafengehen gelesen und das find ich ned wirklich empfehlenswert. Hab mich teilweise nimmer einschlafen getraut... :oops: Also sehr spannend!!!!

Werd zwar jetzt viele geteilte Meinungen hören, aber ich freu mich schon auf den neuen Harry Potter! Würds nämlich nicht wirklich als Kinder/Jugendbuch bezeichnen! Sicher keine Weltliteratur aber mal eine nette Abwechslung!

Lg Nella

Mo
15.09.2005, 13:40
das geht mir auch immer so, man kennt das ja bei Filmen, das Original ist oft besser als die Synchronfassung und das Buch ist überhaupt besser als der Film....

übrigens das Buch: Draußen vor der Tür (Borchert) ist ebenfalls eine sehr gute Literatur....

(b)engelchen
15.09.2005, 16:02
@ Nella: da kannst du dich wirklich drauf freuen, hab den neuen Harry Potter nämlich auf englisch gelesen und ich war begeistert - im november gibts dann teil 4 im kino!

alletto
22.09.2005, 09:37
Hallo zusammen! Was haltet ihr davon, wenn wir einfach für jedes neue Buch, dass wir hier in der Leseecke vorstellen ein neue Thema aufmachen? Ich denke, dann ist es leichter sich ein paar Tips rauszusuchen. Wie es jetzt gemacht ist muss man sich alle Antwortern durchlesen um ein Tip zu stoßen.

Thomas
22.09.2005, 22:49
Hallo alletto,

das ist eine gute Idee. Ich denke, dass es nicht allzu unübersichtlich werden wird und falls doch, kann man sich immer noch eine neue Lösung überlegen.

Grüße

Thomas

Suzanne
08.03.2006, 19:39
Hat irgendjemand von den Lesewütigen hier einen guten Tipp, was man derzeit lesen könnte? Irgendwie gehen mir die Bücher aus :D Die hier erwähnten kenne ich leider fast alle schon...

Überhaupt sollte man die Leseecke hier etwas beleben!

klimt01
09.03.2006, 00:09
ich haette da ein paar empfehlungen:

wenn's auch ein bisschen lustiger sein darf,...(aber trotzdem werden schon "wirkliche" themen behandelt)


mark haddon: the curious incident of the dog at the night time, (eine geschichte ueber einen authistischen aber ueberaus intelligenten 15 jaehrigen)
nick hornby: high fidelity (aufarbeitung des lebens, aus sicht eines pre-midlifecrisis geplagten stadtmenschens)fuer fussballfans

klaus theweleit: tor zur welt (fussball als beschreibung der realität)

fuer shoppingverrueckte

sophia kinsella: confessions of a shopaholic (ueber das leben einer knapp 30-jaehrigen in der grosstadt und deren alltagsprobleme wie schulden, arbeiten -falscher job-,...)fuer "zu spät lerner"

henry hazlitt: economics in one lesson (kurze aufarbeitung von basic economic, jedoch hoechstens als ergaenzung geeignet, auch fuer nicht wirtschaftler)fuer klassiker, a la "the catcher in the rye" fans


william falkner: the sound and the fury (ja, wer klassiker mag,..)


fuer krimi fans

martin pollack: vatermord (kriminalfall von 1928 der sich in tirol zugetragen hat, entwickelt sich in ein politisches buch)fuer maenner

nochmal; klaus theweleit: männerphantasien (der name spricht fuer sich, vielleicht doch nicht nur fuer maenner)
ich weiß, es ist der ein oder andere bestseller dabei, aber nach dem dan brown ja (ps: sakrileg/ the da vinci code ist vermutlich eine "kopie") auch erwaehnt wurde :lol:

gr,..

Thomas
09.03.2006, 01:23
Hat irgendjemand von den Lesewütigen hier einen guten Tipp, was man derzeit lesen könnte? Irgendwie gehen mir die Bücher aus :D Die hier erwähnten kenne ich leider fast alle schon...

Überhaupt sollte man die Leseecke hier etwas beleben!

Hallo Suzanne,

ich finde auch, dass man hier ein wenig mehr Pfeffer reinbringen sollte. Tipps habe ich en masse, die gibt's bei mir in der Familien-Vorteilspackung. :lol:

Meine beiden persönlichen Lieblingsautoren sind Ray Bradbury und Max Frisch. Von denen kann ich eigentlich nur alles empfehlen, aber wenn ich eine Auswahl treffen muss, dann lege ich dir sehr "Löwenzahnwein" von Ray Bradbury ans Herz (ultimative Beschreibung eines perfekten Sommers in Bradbury's unnachahmlich schönen Sprachstils), auch "Fahrenheit 451" und die "Mars-Chroniken" von ihm sollte man gelesen haben - zwei Klassiker der Sci-Fi (obwohl Fahrenheit 451 eher in Richtung Sozialutopie geht, während man die Mars-Chroniken wirklich als Sci-Fi, aber sehr experimentell, da in Episoden aufgebaut, bezeichnen kann).

Max Frisch? Ein guter Einstieg ist "Montauk", natürlich sind auch seine bekannstesten Werke wie "Stiller", "Mein Name sei Gantenbein" und "Homo faber" zu empfehlen. Auch hat er grandiose Stücke geschrieben, leicht zu überprüfen, wenn man "Alle Stücke" von ihm liest. Wenn einem die 800 Seiten für den Anfang zu viel sind, dann würde ich mir "Die Chinesische Mauer", "Biographie: Ein Spiel", "Andorra" und "Biedermann und die Brandstifter" herauspicken.

Weiter geht's mit George Orwell. Wer "Farm der Tiere" und "1984" noch nicht gelesen hat, sollte dies schleunigst nachholen - zwei absolute Klassiker. Während "Farm der Tiere" das kommunistische System satirisch unter die Lupe nimmt, widmet sich "1984" einer düsteren Zukunft, wobei hier der Ausspruch "Big brother is watching you" geprägt wurde.

Ein literarisches Extrem, allerdings sicherlich lesenswert, wenn man die nötige Geduld aufbringt, ist "Ulysses" von James Joyce. Sprachlich auf dem höchsten Niveau, inhaltlich kaum fast zu erfassen, sehr experimentell, sehr anstrengend, aber auch sehr lohnend. Übrigens, wer auf "Ulysses" steht, sollte sich auch mal Thomas Pynchons "Die Enden der Parabel" ansehen - oft als DER Roman der amerikanischen Postmoderne bezeichnet. Mehr als 1000 Seiten, teilweise irrwitzig, teilweise unverständlich, immer absurd und eine wilde Odyssee.

Auch mit Umberto Eco kann man kaum etwas falsch machen. Meine Lieblingsbücher sind natürlich "Der Name der Rose", ein wirklich fantastisches Buch und einer der besten Romane, die Europa in den letzten zwanzig Jahren hervorgebracht hat, und sein neuestes Werk "Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana", eine Reise in die Vergangenheit der fünfziger Jahre und in die Erinnerung.

Wer es nun mehr mit Lyrik hat, dem sei die Anthologie des Suhrkamp-Verlages ("Deutsche Gedichte" oder so ähnlich) ans Herz gelegt. Von der sprachlichen Steinzeit bis heute alles dabei, was Rang und Namen hat.

Leichte, aber immer gute Kost, bietet Stephen King. Wenn du es jetzt nicht unbedingt so mit Horror hast, dann würde ich zumindest "Sie" (alternativer Titel: "Misery") empfehlen - ein absolut kranker, aber immer guter Thriller, ein echter Pageturner. Verfilmt übrigens mit James Caan und Cathy Bates, wobei Bates für ihre darstellerische Leistung den Oscar bekommen hat. Wenn du mehr auf Fantasy stehst, dann kann ich dir die Saga vom Dunklen Turm von Stephen King empfehlen, die mittlerweile abgeschlossen ist (leider habe ich die letzten drei Bände selbst noch nicht gelesen). Ein gewaltiges Werk, das sich jedenfalls bereits jetzt seinen Platz neben dem Herr der Ringe (obwohl total anders aufgebaut und geschrieben) gesichert hat. Horrorklassiker von Stephen King, denen man sich mal widmen sollte: "Es" und "The Stand - Das letzte Gefecht", wobei ich letzteres nicht unbedingt zu den wirklichen Horrorbüchern zählen würde, da es einen sehr sozialkritischen Schwerpunkt hat. Fast die ganze Zivilisation wird durch einen Virus ausgerottet, die Überlebenden sammeln sich und versuchen, die Zivilisation wieder aufzubauen. Doch es gibt nicht nur Gute, sondern auch das Böse an sich hat überlebt. Vor allem faszinieren Kings Beschreibungen des Wiederaufbaus.

Dann: Schon was von Paulo Coelho gelesen? Ich habe bisher "Veronika beschließt zu sterben" und "Der Dämon und Fräulein Prym" gelesen - beides absolute Empfehlungen. Nicht zu lang, sehr leicht zu lesen, in einer einfachen und klaren Sprache gehalten und mit einem absolut gewichtigen Inhalt ausgestattet, der beim Leser die richtigen Fäden zupft. Bücher, die zum nachdenken anregen und mit denen man sich gedanklich noch wochenlang beschäftigt.

Ein weiterer Autor, der dir sehr ans Herz gelegen sei: J.M. Coetzee, Literaturnobelpreisträger von 2003. Vor allem sein Buch "Schande", in dem er sich mit der immer noch existierenden Apartheid-Problematik in Südafrika auseinandersetzt. Ein Buch, das einen sehr bedrückt und niedergeschlagen zurück lässt, das teilweise richtig deprimierend ist. Nichtsdestotrotz eines der wichtigsten Bücher, das ich jemals gelesen habe. Ich habe noch Monate später immer wieder an dieses Buch gedacht, mich damit beschäftigt.

Last, but not least: Salman Rushdie. Ein sehr, sehr interessanter Autor im Spannungsfeld zwischen Ost und West. Ein moslemischer Inder, der zum Teil sehr Islam-kritisch schreibt, auch eine sehr westliche Sicht auf die Dinge hat. Dazu ein wirklicher Sprachmagier. Hier die "Anspieltipps": "Des Mauren letzter Seufzer", "Der Boden unter ihren Füßen" und "Mitternachtskinder". Das letzte von den drei genannten Büchern ist übrigens zum besten Buch gekürt worden, das im letzten Viertel des vorigen Jahrhunderts den Booker Prize bekommen hat. Keine schlechte Referenz ...

Ich könnte noch stundenlang so weiterschreiben, aber irgendwann muss Schluss sein. :D Ich denke, dass bei dieser langen (und doch so kurzen) Liste sicher auch was für dich dabei ist. Leichter wäre es natürlich, wenn man deinen Geschmack ein wenig kennen würde.

Grüße

Thomas

pumuckl
09.03.2006, 10:02
Ein literarisches Extrem, allerdings sicherlich lesenswert, wenn man die nötige Geduld aufbringt, ist "Ulysses" von James Joyce. Sprachlich auf dem höchsten Niveau, inhaltlich kaum fast zu erfassen, sehr experimentell, sehr anstrengend, aber auch sehr lohnend.
hast du ihn wirklich gelesen? ich kenne nämlich (außer mir - war mein englisch-spezialgebiet bei der matura) niemanden, der das durchgehalten hat...

Suzanne
09.03.2006, 10:38
Erstmal danke für die vielen Tipps! Damit wäre ich wieder für einige Zeit versorgt. Super, dass es hier doch ein paar lesebegeisterte gibt....

Ulysses hab ich mir übrigens auch erspart :-)

Thomas
09.03.2006, 13:57
hast du ihn wirklich gelesen? ich kenne nämlich (außer mir - war mein englisch-spezialgebiet bei der matura) niemanden, der das durchgehalten hat...

Jup - vom Anfang bis zum Ende. Ich habe da so eine masochistische Ader ... Ist aber schon ein zacher Hund, der Joyce.

Grüße

Thomas

Thomas
09.03.2006, 13:59
Super, dass es hier doch ein paar lesebegeisterte gibt....


Ja, ich habe mich auch schon gefragt, wo sich die Lesebegeisterten hier versteckt halten, nachdem die Leseecke in den letzten Monaten derart ausgetrocknet ist. Aber vielleicht können wir das ja ein bisschen beleben.

Ich lese gerade "Invisible Man" von Ralph Ellison - wenn ich damit durch bin (wird noch eine Weile dauern, da ich im Moment nicht viel Zeit zu lesen habe), stelle ich meine Meinung rein. Wäre ja fein, wenn sich hier ein paar anschließen könnten, einfach so mitteilen, wie das Buch, das sie gerade gelesen haben, so war.

Grüße

Thomas

Suzanne
09.03.2006, 15:51
Ok dann fang ich mal an, da ich gerade ausnahmsweise nichts anderes zu tun habe :D

Ich lese gerade den zweiten Teil der Highland-Saga von Diana Gabaldon, da das so ein toller Kitsch-Roman sein soll. Meine Empfehlung lautet allerdings: Finger weg! Der erste Teil ging noch halbwegs, aber am zweiten lese ich jetzt schon seit Wochen, was bei mir eigentlich nie vorkommt, aber das Buch ist einfach so langatmig, dass es gar nicht mehr aufhört.

Elizabeth George kann ich empfehlen für Leute, die gern Kriminalromane mögen. Meiner Meinung nach beschreibt sie die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander wirklich gut wie das kaum ein anderer Krimiautor macht.

Davor habe ich noch gelesen: "Der Nobelpreis" von Andreas Eschbach - ebenfalls Finger weg, das Buch ist so primitiv, dass man lange vor Schluss schon auf die Lösung kommt. Dasselbe gilt für "Echo einer Winternacht" von Val McDermid. Das sollte auch ein Krimi sein, der in St. Andrews spielt (daher wollte ich es lesen) aber spätestens auf Seite 200 weiß man schon, wer's getan hat, leider dauert das Buch dann nochmal 400 Seiten wenn ich mich richtig erinnere.

Robert van Gulik ist zur Abwechslung ganz lustig, da gehts um einen Untersuchungsrichter im Alten China, allerdings muss man sich etwas an die Sprache gewöhnen (nicht das Chinesisch natürlich, sondern der Erzählstil des Autors :D).

John Irving ist auch ein Klassiker, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann, besonders "Witwe für ein Jahr", "Gottes Werk und Teufels Beitrag" usw.

Von Dan Brown hab ich bis jetzt nur den Da Vinci Code gelesen, kann ich auch empfehlen, falls es wider Erwarten tatsächlich jemand geben sollte, der es noch nicht gelesen hat. Vielleicht lese ich bald mal noch was anderes von ihm.

Ferrari
09.03.2006, 17:57
Von Dan Brown hab ich bis jetzt nur den Da Vinci Code gelesen, kann ich auch empfehlen, falls es wider Erwarten tatsächlich jemand geben sollte, der es noch nicht gelesen hat. Vielleicht lese ich bald mal noch was anderes von ihm.

hab von dan brown bereits, da vinci code, illuminati und der Meteor gelesen! Also mir haben alle drei sehr gut gefallen! vor allem illuminati geht auch in die richtung untergrundorganisationen etc. wie es im da vinci code ist. Das Ende ist meiner meinung nach noch viel überraschender und unerwarteter als im Sakrileg (dt. für da vinci code).
Der Meteor geht (natürlich *g*) auch in die richtung verschwörungsthereorie, das ganze ist aber im gegensatz zu den anderen zwei in einem ganz anderen gebiet angesiedelt (nasa) und viel mehr technisches.

da vinci code wurde ja auch bereits verfilmt (mit tom hanks in der hauptrolle) und wird wohl im mai in die kinos kommen.

ansonsten hab ich in letzter zeit leider wenig gelesen :( - ok, vielleicht Bürgerliches Recht I + II *g* aber das kann man ja kaum unterhaltend nennen ;)

noch was zu stephen king: hab auch schon sehr viele bücher von ihm gelesen, und mein persönlicher favorit ist shining!! absolut fesselndes buch (nur hat king meiner meinung nach ein problem: den schluss!).

Suzanne
09.03.2006, 18:09
ansonsten hab ich in letzter zeit leider wenig gelesen :( - ok, vielleicht Bürgerliches Recht I + II *g* aber das kann man ja kaum unterhaltend nennen ;)


Tja wenn ich die Fachliteratur auch noch aufzählen soll, dann werd ich ja gar nicht mehr fertig!! Ich glaub, dieses Forum ist eher für "Lesen zum Vergnügen" gedacht :lol:

Ich werds dann mal mit Illuminati versuchen - der Film kommt im Mai, ja, die Vorschau hab ich schon gesehen. Den werd ich mir nicht entgehen lassen...

Thomas
09.03.2006, 18:56
noch was zu stephen king: hab auch schon sehr viele bücher von ihm gelesen, und mein persönlicher favorit ist shining!! absolut fesselndes buch (nur hat king meiner meinung nach ein problem: den schluss!).

Hallo,

da gebe ich dir sogar Recht. Allerdings ist dafür alles andere so gut, dass man über dieses kleine Manko getrost hinweg sehen kann.

Und, mir ist aufgefallen, dass ich einen meiner absoluten Lieblingsautoren nicht erwähnt habe - keine Ahnung, wo ich derzeit meinen Kopf habe ...

Thomas Mann: Ein perfekter Einstieg ist "Alle Erzählungen", darunter auch die berühmte Novelle "Der Tod in Venedig". Eine unvergleichliche Sprache, Themen, die nachhallen, wirklich wunderbar!

Noch eine Anmerkung: Ich denke, es macht Sinn, hier wieder für jede ausführlichere Kritik eines Buches einen eigenen Thread in der Leseecke zu erstellen. So ist das Ganze ein bisschen übersichtlicher.

Grüße

Thomas











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